Die Streuobstwiesen erhalten!

Der BUND Kreisverband Odenwald ist seit einigen Wochen damit beschäftigt, die vielerorts befallenen Obstbäume von Misteln zu befreien. Die Landratskandidatin Petra Neubert hatte einen Facebook-Beitrag zu diesem Engagement verfasst:

„Derzeit sind die Kletterspezialisten aus Michelstadt gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Kreisverband Odenwald auf den Streuobstwiesen unterwegs, um den Mistelbefall auf den Obstbäumen zu entfernen. Finanziert wird das Projekt aus der GENAU - Die Umweltlotterie.

Seit Jahren breiten sich die Misteln in den Streuobstwiesen im Odenwald aus. Mistelwurzeln dringen tief in die Bäume ein und rauben dann bis zu 30 Prozent Wasser und Nährstoffe. Die Obstbäume, durch Trockenheit und Hitze sowieso beeinträchtigt, werden durch den Mistelbefall noch anfälliger für Baumkrankheiten und sterben frühzeitig ab.

BUND Odenwald und Kletterspezialisten sorgen jetzt dafür, dass die Lebenserwartung der Obstbäume verlängert wird. Damit tragen sie zum Erhalt der Streuobstwiesen im Odenwaldkreis bei. Andernorts werden Mittel aus dem LEADER-Förderprojekt European Network for Rural Development - ENRD eingesetzt. Im Odenwald ist das offensichtlich nicht möglich.”

 

Die Interessengemeinschaft Odenwald und LEADER-Geschäftsstelle erwiderte auf diesen Bericht:

“Auch im Odenwald wäre grundsätzlich eine Förderung mit LEADER Mitteln möglich. Hierfür muss sich jedoch, wie andernorts auch, ein Antragsteller finden, der ein entsprechendes Projekt umsetzt und auch co-finanziert. Die IGO hat bereits im letzten Jahr zu einem Treffen aller interessierten Akteure geladen. In der Folge kam es leider zu keinem Projektantrag, über den der Förderausschuss entscheiden konnte. Dies wurde Ihnen sicher nicht mitgeteilt. Sollten Sie weitere Fragen haben oder selbst einen Antrag stellen wollen, steht Ihnen das Team der IGO jederzeit beratend zur Seite. (R. Krings)”

 

Hierzu möchte ich auf Folgendes hinweisen:

Im Odenwaldkreis hat die IGO im Oktober 2020 einen Einstieg in ein Mistelprojekt des BUND KV Odenwaldkreis abgelehnt. Der Antrag war zunächst in den Förderausschuss gelangt, die Fördersumme war auf 40.000 Euro bei 5.000 Euro BUND-Co-Finanzierung angelegt. Weil nur eine Kommune beteiligt werden sollte, wurde das Projekt durch die IGO nicht weiter befürwortet.

 

Denken Sie, liebes Team der IGO, doch einmal über ein kreisweites Pilotprojekt nach, bei dem ein „Mistelschnitt im Odenwald“ in Michelstadt, Brensbach, Reichelsheim und Lützelbach gestartet wird. Mit den üblichen Förderprogrammen gelingt es unseren Naturschutzverbänden auch in Zukunft nicht, die Hürden zu überspringen und in die vorliegenden Förderprogramme aufgenommen zu werden.

 

Denken wir an den Erhalt der Odenwälder Streuobstwiesen und an die Verantwortung dafür.
Das ist unsere gemeinsame und gesamtgesellschaftliche Aufgabe!

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