Antworten auf Bürgerfragen

Warum haben die Grünen dann in der Bundesregierung mit der SPD damals die Förderungen eingestellt.

Welche Förderungen? Wir haben das EEG immer verteidigt. Die Grünen waren von 1998 bis 2005 in einer rot-grünen Koalition. Maßgebend waren hier der Ausstieg aus der Kernkraft und die stärkere Förderung der Erneuerbaren Energien. Damit setzte diese Koalition auf einen neuen Kurs in der Energieversorgung. Sie haben dafür gesorgt, dass EEG beschlossen wurde. 

 

Wo ist die Wasserbrennstofftechnik in Ihrem Konzept verankert?

Wasserstoffstrategien werden in Land und Bund erarbeitet. Grüner Wasserstoff in Bereichen, die nicht durch anderes ersetzt werden können, ist sehr wichtig: Flugverkehr, Schifffahrt. Aber: Grüner Wasserstoff benötigt viel Energie und durch Umwandlungsverluste noch mehr als der batterieelektrische Antrieb. Deshalb muss er effizient eingesetzt werden.

Wir haben hier eine sog. Brückentechnologie. Bei der Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse ist der Wirkungsgrad nur etwa 50 Prozent. Wasserstoff ist durchaus gut geeignet als Speicher. Anstatt Kohle oder Öl aus dem Boden zu holen, kann Wasserstoff in unterirdischen Tanks vorgehalten und dann über Rohrleitungen transportiert werden. 

Man kann Wasserstoff auch aus Erdgas gewinnen, das ist dann allerdings kein grüner Wasserstoff.

 

Warum wollen Sie weiter auf Windkraft setzen und damit das Abholzen fördern?

Windkraft hat im Verhältnis Stromerzeugung zu Flächenverbrauch den höchsten Wert. Auf keiner Fläche kann durch andere Technik so viel Strom erzeugt werden. Durch eine Symbiose von Windkraft und Photovoltaik ist der Ertrag von erneuerbaren Energien am besten. Damit bekommen wir Strom, der lokal erzeugt und auch lokal verbraucht wird. Hessen Forst ist für die wald- und naturschutzgerechte, flächenschonende Standortplanung zuständig. Für die Standortwahl sind Wirtschaftlichkeit, regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung von Bedeutung.

 

Wo finde ich Ihr Konzept zur Batteriezellenspeicher-Entwicklung um Solar- und Windkraftstrom zu speichern.

Die Batterieentwicklung hat enorme Fortschritte gemacht in den letzten Jahren, hier funktioniert die freie Marktwirtschaft. Experten gehen davon aus, dass diese Batteriespeicher tendenziell günstiger werden. Es wird geforscht, die Entwicklung ist im Gang. 

 

Wo finde ich bei Ihnen ein Konzept von effektiver Energieeffizienz und Energieeinsparung.

Je effizienter Energie eingesetzt wird, um so mehr Einsparung ist möglich. Hier ist viel Potenzial, wir können dieses Thema ganz konkret auf lokaler Ebene umsetzen. Neue Gebäude können zukünftig mit Sensoren ausgestattet werden, die Licht, Strom und Heizung entsprechend drosseln. Wir schaffen Beratungs- und Informationsangebote für die Bürgerinnen und Bürger, um Energieeinspar- und Energieeffizienzpotenziale im eigenen Gebäude zu lokalisieren und umzusetzen. Neben der energetischen Sanierung von Gebäuden informieren wir auch über darüber, wie Altbauten fit gemacht werden können. Auch Unternehmen können die Beratungsangebote nutzen und betriebeliche Bereiche wie Beleuchtung oder Druckluft energieeffizient machen. Außerdem nutzen wir im Odenwaldkreis die zahlreichen Fördermöglichkeiten und geben diese in den Beratungszentren bekannt. 

 

Ebenso fehlt mir die Innovation die Wasserkraft (Mümling) zur Stromerzeugung zu nutzen!

Grundsätzlich wird Wasserkraftnutzung bei uns immer schiweriger, weil durch den Klimawandel die Trockenheit berücksichtigt werden muss. Unsere Flüsse brauchen auch noch einen gewissen Mindestwasserdurchsatz, um die ökologische Funktion aufrecht erhalten zu können.

Eine Wassermühle etwa kann im Sommer nicht betrieben werden, wenn der Wasserstand absinkt. Für das Wasserrad ist ein bestimmtes Gefälle nötig, damit der Generator angetrieben und das Wasser aufgestaut werden kann. Insofern wird die Wasserkraft mit kleinen Kraftwerken zur Energieerzeugung unwirtschaftlich. Hier hat der Naturschutz, nämlich der Erhalt der Fischpopulation, einen höheren Stellenwert als die Energiegewinnung.

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