Wie können wir die familiengeführten landwirtschaftlichen Höfe fördern?

Ich bin zum Gespräch mit einem Landwirtschaftmeister in Oberzent Airlenbach verabredet.

 

Wir stellen rasch fest, dass wir guten und intensiven Gesprächsbedarf haben. Ich möchte erfahren, wie es den kleinbäuerlichen Betrieben im Odenwaldkreis geht. Welche Sorgen und Ideen haben unsere Landwirtinnen und Landwirte. 

 

Im Verhältnis zwischen Landwirten, Verwaltung und Politik mangelt es an verständlicher Kommunikation. Es wird deutlich, dass es hier um mehr Wertschätzung und Akzeptanz geht. Zahlreiche Sachthemen wie Tierhaltung und Tierwohl oder Pflanzenschutz sind gesellschaftlich negativ besetzt, aus gutem Grund. Bei meinem Gespräch erfahre ich, dass es viele Landwirtschaftsbetriebe gibt, die sich auch ohne Bio-Siegel dem Tierwohl verpflichtet sehen und die Voraussetzungen für artgerechte Tierhaltung ganz selbstverständlich schaffen. 

 

Die überwiegende Zahl der Betriebe wirtschaftet im Nebenerwerb. "Das rechnet sich einfach nicht mehr." Die Höfe mit Milchviehhaltung sind fast verschwunden. Ebenso wie die Molkereien in Höchst und in Beerfelden, die es bis zum Ende der 1960er Jahre gab.

 

Wenn wir für unsere regionalen Produkte werben möchten, erzeugen wir doch einfach mehr positive Bilder im Kopf der Verbraucher*innen. Der Schlüssel zu den Konsument*innen vor Ort ist das gute Produkt und die persönliche Geschichte dahinter. 

 

Ich bleibe im Gepräch auf meiner Landrätin-Tour durch den Odenwaldkreis. Unsere regionale Landwirtschaft hat unsere Unterstützung verdient. Auf Missstände müssen wir aufmerksam machen. Auf diesem Weg können wir die Dinge gemeinsam zum Positiven verändern. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0